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DIAVEL bei Nässe am Berg?!


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Was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit eurer Kiste bei Nässe in den Bergen?

 

Ich konnte leider am Forums-Treffen nicht dabei sein, weil ich schon lange eine Dolomiten-Tour geplant hatte. Wir hatten mit wenigen Stunden Unterbruch vier Tage Regen!

 

Mein Fazit aus vier Tagen Dolomiten-Tour: DIAVEL bei Regen in den Bergen, bei der bekannten rutschigen Piste in den Dolos? Der absolute Graus!! Gut, mit der Zeit konnte ich mit dem aus den Kurven ausbrechenden Arsch des Bikes leben (Traktionskontrolle, ABS und Touringmodus nützen nicht viel bei so viel Nässe und solcher Fahrbahn und der Urbanmodus geht ja gar nicht. Das fühlt sich an wie kastriert!). Am Ausbrechen den Berg hinauf kann man sogar Spass bekommen... Aber den Berg runter: wie auf Eiern! Der breite Pirelli, mit gut 2000 km auf der Fläche, hält nichts!

 

Die ultimative Horrorerfahrung über den Ofenpass: DIAVEL bei 0 Grad und Schnee auf der Fahrbahn! GS zischt vorbei. Ich blieb stecken. Nichts ging mehr, weder vor, noch zurück. Bis der Schneepflug kam und die eine Seite schwarz geräumt hatte. Dann mit Hilfe der Polizei die DIAVEL auf die gräumte Fahrbahn schieben. Und los bis zum Pass hoch und hinten wieder runter. Aber wie? :mad: Zum Glück gab's dann diese vier Tage doch noch ein paar nette trockene Stunden, um die Kiste richtig feuern zu lassen...

 

Das war die DIAVEL-Taufe nach 12000 km! Jetzt kenne ich mein Bike... Ist immer noch die geilste Kiste der Welt:) Aber: wenn ich es mir leisten könnte, müsste ein mieswettertaugliches Bike dazu kommen!! Nein, eine GS kommt mir niciht in den Stall. Aber warum nicht eine Multi?!

 

Eure Erfahrungen?

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Hast du Bilder von deinen Erfahrungen im Schnee?

Wäre spannend, zu sehen, was du am Ofenpass erlebt hast.

 

Kenne übrigens das kleine Skigebiet Minschuns am Ofenpass: Im Februar bis -25°:rolleyes:

 

 

Gruss Eva

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Wow krass, so eine Erfahrung hatte ich noch nie, bin schon im Regen gefahren weil ich musste aber rutschen habe ich noch nie erlebt ausser biem losfahren wenn der Reifen noch ganz kalt ist aus der Kurve.

 

Wenn es Regnet geschweige wenn es um die 0 Grad ist fahre ich wie ein Milchbubi, habe enormen Respekt vor Nasser und kalter Fahrbahn, da soll mich jeder überholen der will sogar ein kleines Töffli =)...

 

Der Hintere Reifen ist auch dazu gemacht höchsten Gripp bei trockener Fahrbahn zu bieten.. deshalb hat es in der Mitte auf der Lauffläche "kein" Profil, nur seitlich... das wirkt sich dann wie du schreibst auf die nasse Fahrbahn aus.

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Auch ich fahre sehr bedacht und wenn es dann, wie in unserem Falle im Schwarzwald noch schlechte Sicht durch Nebel gibt, hau ich ohne zu fragen den Urban-Modus rein. Macht keinen Spaß, ist für mich aber die sicherste Variante. Arschrutschen kenn ich auch auf trockener Fahrbahn, aber bei Nässe ist das umso spannender und sollten diese wunderbaren schwarzen Ausbesserungsstreifen zu sehen sein, weiß glaube ich jeder Biker, daß die es nicht sonderlich gut mit uns meinen. Schnee auf Pässen hab ich auch schon hinter mir, allerdings nur mit der Kawa GPZ 1000 RX, das ging so einigermaßen.

Aber wie Tomaso schon bemerkt hat, Berg runter bin ich mehr als hellwach und fahre die Diavel mit dem nötigen Respekt.

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@Eva, die Panikstimmung um mein schönes Bike war so gross, dass ich vergessen habe, mein iphon zu zücken und das Ganze im Schneegestöber noch abzulichten! Ein Kollege hat's getan, als seine weisse Z1000 am Arsch lag. Mal schauen, dass ich die Bilder vom Pass bekomme!

 

@Julian: das war die volle Dröhnung!! Nässe UND Kälte! Sommerregen bei 25 Grad geht ja noch! Aber bei 0 Grad und Nässe = Gegen 0 Grip!!:mad:

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Es wurde ja am Forumstreffen ausführlich über die verschiedenen Modus gesprochen und diskutiert. Maso.. ich hab auch beim grössen Regen einfach immer den Sport eingeschaltet gehabt. Ich bin erstaunt, wie leicht die Diva sich führen lässt und das obwohl ab und zu das knackige Hinterteil einen eigenen Weg suchen will. Volle Konzentration beim beschleunigen, die Falkenaugen suchen das Strassengelände nach all den unglücksbringenden Stellen ab und beim überholen ja nie über die weissen Linien gefahren... beim Berg runter fahren (komme vom Motocross) einfach die Gänge rein und wenn da mal das Hinterteil mit Seitenbewegungen reagiert versuche ich es vorne mit der Bremse etwas lockerer.

 

Nur im Winter, bei Schnee und somit aalglattem Strassenbelag.. da würde ich wohl den Zug nehmen. Hat ja alles seine Grenze und ich würde mir den Krampf in der Arschbacke schlicht weg nicht antun wollen. Nur Maso... wenn du rüber musst... musste rüber...

 

Lukas

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Ja Lukas, das war meine Rettung: Gänge entsprechend wählen und mit dem Motor in die Kurven bremsen. Da dreht höchstes mal das Hinterrad kurz durch, bei zu hoher Drehzahl. Aber das war zu händeln... Schwierig finde ich immer, wenn das Hinterrad den Bodenkontakt verliert und die Kiste dann über's Vorderrad nach vorne schiebt und dann die Haftung verliert. So habe ich die RocketIII zwei mal verschossen, auch in den Dolomiten... Aber die 200 kg der DIAVEL sind nichts zu den über 400 kg der RIII...

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Maso, ich glaube bei zu viel Druck auf dem Vorderrad, in der von dir beschriebenen Situation, legt sich jeder (jede, will Eva ((Desmo Donna)) ja nicht aussen vor lassen ;-) ) hin. Solch eine Reaktionsfähigkeit besitzt wohl keiner von uns. Glück ja aber das andere ;-)....

 

Wie neu ist den dein Reifensatz? Meiner ist ca 200 km alt gewesen, als ich am Forumstreffen in den Regen rein musste. Macht wohl sicher auch viel aus um ein etwas sicheres Gefühl zu bekommen.

 

.. und bei 400 kg der RIII.. na dann heisst es wohl "einfach schnell mal die Beine/Füsse hoch".

 

Gruss, Lukas

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Hallo Maso

 

Bei den Temperaturen und dann noch Regen ( bzw. Schnee ) ist es egal welches Bike du fährst. Ist wie auf rohen Eiern !!!

Da hilft wirklich nur noch gaaaanz Langsam und gaaaanz Sachte ( notfals im "Urban-Modus" ).

 

Bei "warmen" Regen hingegen, muss ich sagen läßt sich die Diavel doch recht Flott bewegen. Im Gegensatz zu meiner

Hayabusa die weder ABS, Fahrmodi oder Traktionskontrolle hat ist es ein deutlich "Entspannteres" fahren.

 

Im letzten Jahr waren wir bei unserem Hayabusa - Jahrestreffen 2 Tage auf dem A1 Ring in Salzburg. Es hatte alle Stunde einen

schönen Regenguss gegeben und das Wasser stand auf der Piste. Unsere Instruktoren ( war auch Toni Mang dabei ) meinten, man soll auf den

geraden keine Angst haben und ruhig den Gashahn aufmachen..... Lediglich beim Anbremsen und in den Kurven wäre etwas Achtsamkeit nötig.....

Nach den ersten zwei Runden dachte ich die wollen uns Umbringen !!

Aber nach so 5 - 6 Runden sind selbst wir bei stehendem Wasser auf der Piste mit 220 - 250 km/h auf der Start - und Zielgeraden angedonnert.

Laut den Instruktoren ist es äußerst selten dass ein Motorrad ( mit Regenreifen ) auf einer geraden in Aquaplaning kommt. Dass muss man aber

zuerst im eigenen Kopf klar bekommen und dem Bike Vertrauen.

 

Gruß uwe

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@Uwe: da hast du Recht! Im Kopf klarkommen ist die halbe Miete! Ich mache regelmässig Fahrtrainings, auch auf Pisten. Und da meint unser Instruktor bei Regen: "Eure Angst bestimmt die Schräglage, nicht der fehlende Grip!" Meist ist der besser, als wir zulassen.

 

@Lukas: gut 2000 km hatte ich auf den Reifen. Bei mir halten sie etwa 3500. D.h. schon über der Hälfte unten. Nach meinem Empfinden verliert der Pirelli schon mit 2000 km ziemlich an klarer Führung. Den dritten Satz Reifen mache ich dieses Jahr aber sicher nicht mehr drauf!

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Dann will ich auch noch was dazu beitragen:

Vieles oben geschriebene kann ich, so ich es erlebt hab, bestätigen. Eine Erfahrung ist für meine Begriffe auch noch, da technologisch irre gut, erzählenswert.

Diese Teilintegrale Bremsen der BMWs, bei mir am Beispiel der K1200S. Man bremst mit der Handbremse, dann verzögert Millisekunden vor dem Vorderrad das Hinterrad. Das hat zur Folge, dass sich das Bike erstmal stabilisiert, das Vorderrad etwas mehr belastet, welches dann zu bremsen beginnt. Diese Art zu bremsen ist das beste was ich bislang (automatisiert) erlebt hab. Man erreicht nahezu spielerisch Verzögerungen, die das Hirn ob der rutschigen Fahrbahn gar nicht glauben mag (auch wenns noch so frei ist). Ich will nicht auf den Busch klopfen aber was ich mit diesem Bock, oft zu zweit, bei Nässe und schmieriger Strasse für eine Fahrdynamik gehabt habe ist unbegreiflich.

 

Da bin ich schon etwas traurig, wenn ich die Bremsfolge (hinten/vorne) mit der Diavel versuche nach zu ahmen und die blöde Luft im Bremssystem den Druckpunkt derart verlagert, dass ALLES das kleine leichte Vorderrad verzögern muss.

 

Aber auch das...man wird ja reichlich entschädigt...oder wie es Mütter vom verzogenen Kind sagen "Ja aber die geben einem ja auch was zurück!"...erträgt man mit diavelischer Fassung

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Na dann bin ich mal gespannt was die Diavel mir nächstes Wochenende "zurückgibt".

 

Es geht auf den Südteil der "Grande Alpes".

 

Der Col de la Bonnette ist bereits zu.Kann ich aber drauf verzichten bei Schnee.

 

Hoffe das das Tief über dem Golf von Genua sich verzieht.

 

Bei leichtem Regen bin ich bereits gefahren.War schon Interessant.Wassereinbruch im Rucksack.

 

Muss ich nicht vertiefen.Wenn doch dann ists halt so.

 

Ach ja, der Satz hat auch 2000 KM `runter.Ich berichte am Sonntag oder Montag.

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also mir gehts genauso, wenn's regnet verkrampfe ich total, gebe dem Motorrad keine Chance auf Schräglage. Ist eine Kopfsache. Daher doch eher der Schönwetterfahrer. Lukas hat ja gesehen, wenns trocken ist, passen die Kurven ganz ordentlich...

Er hat einen ja auch Klasse durchgezogen...

 

Gruss

 

Urs

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Hier also noch das versprochene Foto unserer Tour in die Dolomiten! Ofenpass! Da ging gar nichts mehr! Mein Bike steht ganz hinten... Man hatte ich Angst, dass ich da nieeeee mehr weg komme...!!!

 

Schnee Ofenpass.jpg

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Och Meno das macht ja echt kein Spass so......gut das ihr wieder heile angekommen seid.....sowas kenne ich auch allerdings mit dem Lotus mit 500 kilo und Semislicks gehts etwa gleich gut ausser das man beim Mopped besser abspringen kann.

 

Gruss Jörg

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;) Cooles Bild ... wenn man in die Skiferien fährt... ;)

 

... ansonsten hätten mich keine 10 Pferde bei diesen Wetterverhältnissen auf meine Schwarze gebracht ...

... bekomme nur schon beim Anschauen kalte Hände ...:huh:

... da hatten wir im Schwarzwald fast schon ideales Töffwetter ...:p

 

Gruss Eva

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Toller Anblick. Ich finde es irre, dass das gerade auf dem OFEN-Pass passierte...steht doch dies eher für Nestwärme

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;)... ansonsten hätten mich keine 10 Pferde bei diesen Wetterverhältnissen auf meine Schwarze gebracht ...

 

Eva, mich gewiss auch nicht! Ich bin ein Schönwetterfahrer! Ab und zu einen Sprutz Regen. Ok! Aber das da war der Hammer! Und musst dir vorstellen, ich bin da schon 3 Stunden bei Vollpiss auf dem Bock gehockt. Durch und durch nass, trotz Gore-Tex!! Und dann 0 Grad! Und da sollte Mann noch bremsen und dosiert Gas geben können? Vergiss es! Ich bin froh, bin ich da heil davon gekommen!!:huh:

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Ihr habt ja alle Schutzengel dieser Erde dabei gehabt...

 

:o Eine scheue Frage: wäre das Wetter nicht besser gewesen

durch den Vereinatunnel und dann das Unterengadin, über den Reschenpass? :o

 

 

Bin immer noch am Schlottern

Eva

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Ihr habt ja alle Schutzengel dieser Erde dabei gehabt...

 

:o Eine scheue Frage: wäre das Wetter nicht besser gewesen

durch den Vereinatunnel und dann das Unterengadin, über den Reschenpass?

 

Doch, wäre vermutlich besser gewesen. Aber unser Guide hat zu spät realisiert, dass da die Hölle los ist. Der Wetterbericht hatte auch vor Schnee gewarnt. Ich persönlich hätte eine andere Route gewählt. Da haben wir wieder mal das Thema: Höre ich auf mich und sage ich das dann auch oder denke ich: der Tour-Leiter wird schon wissen, was er tut! Wir hatten ja bereits am Aufstieg unter 10 Grad!

 

Ich bin mir im Moment auch unsicher, ob ich je wieder so eine geführte Tour mache, wo man bezahlt hat und dann auch fahren muss, wenn es grausiges Wetter ist??!! Lieber ein paar KollegInnen und wir entscheiden spontan, ob wir fahren oder verschieben...

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Genau,Thomas, wir fahren entweder zu zweit oder mit KollegInnen

und können so auch kurzfristig reagieren.

 

:) Wie dieses Wochenende: Bei strahlendem Sonnenschein Richtung Kandel! :)

 

:) Juhui, wir sind gleich unterwegs :)

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Doch, wäre vermutlich besser gewesen. Aber unser Guide hat zu spät realisiert, dass da die Hölle los ist. Der Wetterbericht hatte auch vor Schnee gewarnt. Ich persönlich hätte eine andere Route gewählt. Da haben wir wieder mal das Thema: Höre ich auf mich und sage ich das dann auch oder denke ich: der Tour-Leiter wird schon wissen, was er tut! Wir hatten ja bereits am Aufstieg unter 10 Grad!

 

Ich bin mir im Moment auch unsicher, ob ich je wieder so eine geführte Tour mache, wo man bezahlt hat und dann auch fahren muss, wenn es grausiges Wetter ist??!! Lieber ein paar KollegInnen und wir entscheiden spontan, ob wir fahren oder verschieben...

 

Genau. Für so eine tour hätte der guide noch zahlen müssen. Das ist ja lebensgefährlich. Leck die Katz am arsch. Sowas macht vielleicht mit einer reinen enduro Spaß.

Habt ihr ein safety car gehabt?

 

Gruß Dennis

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Hi Maso

 

Guter Gedanke :-) melde dich nächstes Mal frühzeitig und wir trommeln die Schweizer Diavels zusammen. Gebe dir recht. Bezahlte Tour und dann so was... ich schliesse mich Eva an, bei dem Wetter hätte ich mein Regenkombi über die Diavel gelegt und hätte das Taxi genommen. Bei dem Wetter ist alles nur noch Glücksache. Vor allem bei dem Dampf den wir auf dem Hinterrad haben.

 

Gruss, Lukas

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Hallo Maso,

 

ich habe gerade mal die Heizung angeschmissen. Bei dem Bild und der Vorstellung, was du schon bei unter 10°C und Vollpiss erlebt hast.... da Schlottert bei mir fast alles... und das du dafür auch noch gezahlt hast, RESPEKT!!

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Nachdem der Col de la Bonette letzte Woche wegen Schnee geschlossen war hab ich gedacht das wird nix ... aber Pustekuchen, rechtzeitig zum letzten Wochenende hat die Sonne den Berg nochmal richtig aufgeheizt. Oben waren es immerhin 14°.Kaum Wolken.Alles trocken.IMG_2730.jpg

 

Somit kann ich wieder nix zum Nässeverhalten der Diavel schreiben.Sogesehen ist Südfrankreich doof.

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